Bienenfutter SB Tankstelle

Wir sind über dem Landesverband Weser-Ems Mitglied im Deutschen Imkerbund e. V.

Das Bienenfutter Sirup kaufen dem die Imker vertrauen

Die Fütterung von Bienen und die Futterauswahl gehören zu den heikelsten Themen in der Imkerei. Einigkeit unter den Imkern besteht jedoch in Bezug auf die Nahrungsverfügbarkeit, welche somit den Grundsatz der naturgemäßen Bienenhaltung bildet. Dieser lautet: Der Nahrungsstrom im Bienenvolk darf nie abreißen. Bienen, die ohne Futtermangel aufgewachsen sind, sind nachweislich gesünder und widerstandsfähiger 1 „Bienen, die während ihrer Entwicklung als Larve oder frisch geschlüpfte Biene hungern, sind nachweislich anfälliger für Krankheiten“.

Das Einfüttern von Bienen kann auf der Grundlage von Zuckerwasser, Futtersirup, Futterteig oder (Blüten-)honig erfolgen.3,4 „Versuche haben gezeigt, dass die verschiedenen Futtervarianten keinen Einfluss auf die Entwicklung von Bienenvölkern haben“.5 Wichtig ist jedoch, dass die Futtervariante der Art der Fütterung angepasst istund bezüglich des Futtersirups (unabhängig davon, ob dieser aus Mais-, Getreidestärke oder Rübenzucker hergestellt wird7 ), ob dieser klar für die Bienen geprüft und deklariert ist,8,9,10  wie es bei Apiinvert und API Fortune HF 1575 der Fall ist.

Entsprechende Futtervarianten für die Art der Fütterung

Ablegerfütterung

Bei der Ablegerfütterung ist vorteilhafter die Bienen mit Flüssigfutter zu versorgen als mit Futterteig.

Gründe warum man Ableger mit Futterteig nicht füttern darf/soll:

  • „Damit Volkseinheiten Futterteige gut abnehmen können, braucht es einen dichten Pelz an Bienen, was ein Ableger normalerweise nicht hat
  • Bei geringem Abtrag lebt der Ableger „von der Hand in den Mund“ und baut keine nennenswerten Vorräte auf
  • Die Bauleistung der Bienen ist bei Futterteig geringer
  • Statt Pollen einzutragen, sind die Bienen mit der Verflüssigung des Futterteiges beschäftigt“11

Notfütterung

Geraten die Völker in Futtermangel, muss eine Notfütterung erfolgen. Am häufigsten werden Notfütterungen im zeitigen Frühjahr vorkommen. Zu dieser Zeit kann Futter nur aufgenommen werden, wenn es möglichst nahe am Bienensitz angeboten wird. (…) Futterteige werden im zeitigen Frühjahr nur schwer abgenommen, vor allem wenn durch fehlenden Flugbetrieb kein Wasser geholt werden kann “.12 Deshalb ist bei der Notfütterungen die Verwendung von Futtersirup anzuraten.13

„Ist eine Notfütterung zwischen zwei Trachten notwendig, darf nur eigener Honig verwendet werden, wenn eine nachfolgende Tracht noch genutzt werden soll. Wird mit Zucker oder anderen Futtermitteln gefüttert, kann eine nachfolgende Tracht nicht geschleudert werden, da sonst die Gefahr der Vermischung mit dem Futtermittel besteht.

Wintereinfütterung

Die Wintereinfütterung versorgt die Bienenvölker mit dem notwendigen Futtervorrat, um gesund und kräftig über den Winter zu kommen.

Zeitplanung

Eine ungeplante Wintereinfütterung der Bienen kann durch kurzfristigen Futtermangel oder Platzprobleme bei der Bruttätigkeit zu Schwierigkeiten bei der Überwinterung führen. Die Futtergaben sollten sich deshalb an folgendem Zeitschema orientieren:

Anfüttern nach dem Entfernen der Honigräume

Wurden die Honigräume bereits abgeräumt, sollten die Völker zunächst wieder eine Grundversorgung mit Futter erhalten. Deshalb erfolgt in der Regel die erste Futtergabe zeitnah nach der Honigentnahme, die einige Tage vor der Ameisensäurebehandlung erfolgt. Hierbei genügen vorerst etwa 5 kg Zucker oder entsprechende Sirupe. Diese Zuckerlösung gibt den Bienen einerseits die Möglichkeit, Futterkränze aufzubauen, sie ist aber andererseits nicht genug, um das eingetragene Futter zu verdeckeln. Dies hat den Vorteil, dass die Bienen während der Ameisensäurebehandlung unmittelbar auf offene Futterquellen zugreifen können; sie bleiben dadurch ruhiger.

Auffüttern

Bis etwa zum 10. September sollten die Futtergaben ins Volk gebracht werden.

Besonders bei einzargigen Völkern muss darauf geachtet werden, dass das Brutnest durch die Fütterung nicht eingeengt wird. Kleinere Futtergaben (ca. 5l Flüssigfutter) sind in diesem Fall ideal. Bei größeren Völkern (Großwabenvölker, zweiräumige Völker) kann das Winterfutter in größeren Gaben gegeben werden (jeweils 10l oder mehr), ohne dass die Gefahr der Brutnesteinengung besteht. Damit sind insgesamt weniger Futtergaben und weniger Störungen am Volk notwendig.

Restfütterung

Nach einer Futterkontrolle sollte das noch fehlende Winterfutter bis Ende September zugefüttert werden“.14 Hier ist es notwendig ein Futtersirup einzusetzen, „(…) da Futterteig den Bienen zu viele Kräfte kosten würde“.15

  1 Vgl. Ritter, W.: 2014, S. 74ff.

  2 Vgl. Ritter, W.: 2014, S. 78.

  3 Vgl. Spiewok, S.: 2016, S. 61f.

  4 Vgl. (o. V.): Bayerische Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau. Fütterung von Bienenvölkern

    (27.01.2018), www. https://www.lwg.bayern.de.

  5 Spiewok, S.: 2016, S. 61.

  6 Vgl. (o. V.): Bayerische Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau. Fütterung von Bienenvölkern

    (27.01.2018), www. https://www.lwg.bayern.de.

  7 Vgl. Spiewok, S.: 2016, S. 61.

  8 Vgl. Spiewok, S.: 2016, S. 61.

  9 Vgl. Ritter, W.: 2014, S. 79.

10 Vgl. (o. V.): Bayerische Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau. Fütterung von Bienenvölkern

    (27.01.2018), www. https://www.lwg.bayern.de

11 Binder-Köllhofer, B.: Warum Ableger flüssig füttern? (27.01.2018), www.bienenundnatur.de

12 Vgl. (o. V.): Bayerische Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau. Fütterung von Bienenvölkern

    (27.01.2018), www. https://www.lwg.bayern.de

13 Vgl. von der Ohe, W.: Bienengerechter Futterzucker (Futtersirup und Futtertaig) (02.03.2018),

    www.deutscherimkerbund.de

14 (o.V.): Bayerische Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau. Fütterung von Bienenvölkern

    (27.01.2018), www. https://www.lwg.bayern.de

15 von der Ohe, W.: Bienengerechter Futterzucker (Futtersirup und Futtertaig) (02.03.2018),

    www.deutscherimkerbund.de 

Literaturverzeichnis

Binder-Köllhofer, B.: Warum Ableger flüssig füttern? http://www.bienenundnatur.de/fachthemen/imker-fragen-experten/082012-warum-ableger-fluessig-fuettern/, (28.01.2018)

(o. V.): Bayerische Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau. Fütterung von Bienenvölkern. URL: https://www.lwg.bayern.de/mam/cms06/bienen/dateien/ fuetterung_.pdf, (27.01.2018).

Ritter, W.: Bienen naturgemäß halten. Ulmer Eugen Verlag. 1. Auflage. Stuttgart. 2014.

Spiewok, S.: Imkern als Hobby. Franckh-Kosmos Verlags-GmbH & Co.KG. 1. Auflage. Stuttgart.2016.

Von der Ohe, W.: Bienengerechte Futterzucker (Futtersirup und Futterteig). LAVES-Institut für Bienenkunde Celle. URL: http://deutscherimkerbund.de  /userfiles/downloads/satzung_richtlinien/7_Bienenfutter.pdf, (02.03.2018).

Die Autoren

Bayerische Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau

Die Einrichtung ist eine Landesbehörde im Geschäftsbereich des Bayerischen Staatsministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten. Sie ist eine dem Staatsministerium unmittelbar nachgeordnete Behörde.

Die LWG ist in Bayern zuständig für angewandte Forschungsprojekte im Bereich Bienenwirtschaft, Gartenbau, Landespflege und Weinbau und in diesem Zusammenhang an internationalen Forschungsprojekten beteiligt und koordinierend tätig. Quelle: https://www.lwg.bayern.de/verschiedenes/084608/index.php

Bruno Binder-Köllhofer

Bruno Binder-Köllhofer ist Fachberater für Bienenzucht und tätig für Regierungspräsidium Freiburg/ Abteilung Landwirtschaft, Ländlicher Raum/ Veterinär- und Lebensmittelwesen. Quelle: http://www.lvwi.de/verband/fachressorts/ gesundheit/  infobrief/detailansicht/?tx_ttnews%5Byear%5D=2017&tx_ttnews%5Bmonth%5D=04&tx_ttnews%5Bday%5D=10&tx_ttnews%5Btt_news%5D=1193&cHash=233669923d7f10f91bf8af93946891fb

Dr. Wolfgang Ritter

Dr. Wolfgang Ritter ist ein deutscher Biologe und Spezialist im Fachbereich Varroatose und Bienenpathologie. Wolfgang Ritter studierte Biologie und Chemie an der Johann Wolfgang Goethe-Universität in Frankfurt und promovierte am Institut für Bienenkunde in Oberursel. Seit 1980 ist er Leiter der Abteilung für Bienenkunde am Tierhygienischen Institut in Freiburg im Breisgau (heute Teil der Katholischen Hochschule Freiburgs). 1987 wurde Ritter Präsident der wissenschaftlichen Kommission für Bienengesundheit in der Weltorganisation der Imkerverbände Apimondia. Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Wolfgang_Ritter_(Biologe)

Dr. Sebastian Spiewok

Dr. Sebastian Spiewok studierte Biologie an der Freien Universität Berlin und schrieb anschließend an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg seine Doktorarbeit über den Kleinen Beutenkäfer. Während seiner Forschung lernte er die Imkerei in Südafrika, den USA und Australien kennen. In Berlin imkert er seit zwölf Jahren in einer Kleingartenkolonie. Zudem hat er stets ein Auge auf die Verlagsbienen. Schon vor seinem Eintritt in die Redaktion im Jahr 2008 schrieb er als freier Mitarbeiter Wissenschaftsbeiträge und Reportagen für das Deutsche Bienen-Journal. Quelle: https://www.bienenjournal.de/die-zeitschrift/die-redaktion/

Dr. Werner von der Ohe

Dr. Werner von der Ohe ist ein deutscher Biologe und Bienenkundler. Seit 2004 leitet er das Institut für Bienenkunde Celle. Zudem ist er Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft der Institute für Bienenforschung. Quelle:  https://de.wikipedia.org/wiki/Werner_von_der_Ohe_(Bienenkundler)

Verfasser:

Katharina Müller

Qualitätsmanagerin & TQM Auditorin  EQ Zert Registrier-Nr.: ST2323 2442-3

anhand der oben genannten Literaturquellen/Literaturrecherchen

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